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Kind nach der Geburt

Nachdem Ihr Kind das Licht der Welt erblickt hat, wird es Ihnen in der Regel gleich auf den Bauch gelegt. Dort kann es Sie riechen, Ihren Herzschlag hören und Ihre Körperwärme spüren. Die meisten Babys beruhigen sich hier sofort und erholen sich von den Strapazen der Geburt.

Schließlich wird die Nabelschnur durchtrennt (womöglich durch den frischgebackenen Vater?), das Kind wird gewogen, gemessen und es bekommt ein Namensbändchen um das Handgelenk. In den wenigsten Kliniken werden die Kinder heute noch nach der Geburt gebadet, lediglich Blutreste werden aus den Haaren und aus dem Gesicht entfernt. Die so genannte Käseschmiere wird in der Klinik nicht abgewaschen. Als schützender Fettbelag zieht sie nach einigen Tagen in die Haut des Kindes ein.

Der Nabelschnurrest wird nach einigen Tagen einfach abfallen, die richtige Nabelpflege wird Ihnen noch in der Klinik, spätestens von Ihrer Nachsorgehebamme, gezeigt.

Die erste Nahrung des Babys?
Die Gelbsucht des Neugeborenen

Die erste Nahrung des Babys?

Legen Sie Ihr Kind sobald wie möglich nach der Entbindung an. Dadurch wird die Milchproduktion nicht nur erleichtert, sondern sogar beschleunigt.

Die erste Nahrung, die Ihr Baby zu sich nehmen wird, ist die sogenannte Vormilch (Kolostrum), die in den ersten Tagen produziert wird. Sie ist eiweißhaltiger, aber fettärmer als die "richtige", die reife Muttermilch, die erst am dritten oder vierten Tag nach der Entbindung einschießt. Mit der Vormilch bekommt Ihr Kind so nicht nur einen bekömmlichen Trank, sondern auch einen, der seine Abwehrkräfte stärkt. Gleichzeitig wird mit dem Stillvorgang von Anfang an das Bedürfnis des Kindes nach Nähe und Geborgenheit erfüllt (Erstes Lebensjahr).

Da die Vormilch leicht abführend wirkt, kann auch das sogenannte Kindspech schnell ausgeschieden werden. Dieses Kindspech ist der erste Stuhlgang des Kindes. Er besteht unter anderem aus kleinen Härchen, Käseschmiere und Darmschleimhaut. Er ist in der Tat pechschwarz und sehr zäh.

Im Übrigen ist eine Gewichtsabnahme um zehn Prozent in den ersten vier Lebenstagen normal und in der Regel zu tolerieren. Das Geburtsgewicht sollte um den 14. Lebenstag wieder erreicht sein.

Wenn Sie Ihr Kind nicht stillen werden, beraten Sie sich mit Ihrer Hebamme, Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt vor der Entbindung über die Möglichkeiten einer vollwertigen Flaschennahrung.

Die Gelbsucht des Neugeborenen

Die Leber eines Neugeborenen ist noch zu unreif, um das sogenannte Bilirubin schnell abbauen zu können. Bilirubin heißen die zerfallenen roten Blutkörperchen eines Neugeborenen. Der Zerfall ist normal, es wird neuer roter Blutfarbstoff gebildet. Deshalb erkranken viele Babys in den ersten Tagen nach der Geburt an einer Gelbsucht. Gewöhnlich ist sie so leicht, dass sie nicht behandelt werden muss. Stellen Sie Ihr Kind zu Hause in seiner Wiege oder seinem Stubenwagen ans Fenster (aber keinesfalls in die Sonne!), das Tageslicht hilft, das Bilirubin abzubauen.

Ist Ihr Kind matt und trinkt schlecht, kann es sich allerdings um eine stärkere Gelbsucht handeln. Bemerken Sie zu Hause solche Anzeichen, müssen Sie auf jeden Fall eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.

Auch wenn die Erkrankung Ihres Kindes harmlos ist, so sollten Sie die Entscheidung darüber lieber dem Arzt überlassen.