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Kaiserschnitt

Bei einem Kaiserschnitt wird das Kind geboren, indem man es in einer ungefähr 30-minütigen Operation über die Bauchdecke "holt".

"Wunschkaiserschnitt" - Vorteil oder Nachteil?
Wann muss der Kaiserschnitt bereits vor der Geburt geplant werden?

"Wunschkaiserschnitt" - Vorteil oder Nachteil?

Die geplante Schnittentbindung muss nicht unbedingt aus medizinischen Gründen erfolgen. Es gibt Frauen, die sich für eine solche Entbindungsmethode entscheiden, weil sie vielleicht glauben, dies sei der "sanftere Weg der Geburt". Vielleicht hoffen sie auch auf eine weniger schmerzhafte und für das Kind ungefährlichere Möglichkeit, das Licht der Welt zu erblicken.

Auch zeitliche Gründe können eine Rolle spielen. So lässt sich der Zeitpunkt der Geburt genau festlegen. Außerdem dauert der Kaiserschnitt nicht so lang wie eine Vaginalgeburt. Beides kommt übrigens nicht selten auch den Bedürfnissen der Ärzte entgegen. Auch sie können einen Kaiserschnitt zeitlich gesehen genauer in ihrem Zeitplan unterbringen. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass es sich hierbei um eine Operation handelt, die Risiken birgt, wie jede andere Operation auch. Blutungen, Infektionen und Beschwerden nach der Operation sind die wichtigsten. Vielleicht können Sie sich dann auch nicht so sehr um ihr Baby kümmern, wie Sie das ursprünglich geplant haben.

Wenn Sie eine nicht medizinisch begründete Schnittentbindung ins Auge fassen, lassen Sie sich über alle Risiken einer solchen Entbindungsmethode aufklären! Tun Sie das rechtzeitig, damit Sie ohne Zeitdruck zu einer Entscheidung kommen können.

Wann muss der Kaiserschnitt bereits vor der Geburt geplant werden?

Die Entscheidung, eine normal begonnene Geburt mit einem Kaiserschnitt zu beenden, muss meistens innerhalb von Minuten getroffen werden, um eine Gefährdung von Mutter und Kind auszuschließen. Es liegt also immer ein medizinischer Grund für einen solchen Entschluss, den der Arzt trifft, vor.

Es gibt allerdings auch Gründe, die es medizinisch notwendig machen, bereits vor der Geburt einen Kaiserschnitt zu planen. Das ist dann unvermeidlich, wenn

  • der Mutterkuchen (Plazenta) vor dem Gebärmutterausgang liegt und diesen versperrt;
  • das Kind ungünstig liegt, das heißt durch eine Querlage eine natürliche Geburt behindert wird;
  • die Mutter an einer schweren Schwangerschaftsvergiftung (Gestose) leidet und die Schwangerschaft in einer frühen Schwangerschaftswoche beendet werden muss.

Grundsätzlich ist bei einem geplanten Kaiserschnitt eine örtliche Betäubung möglich. Das hat den Vorteil, dass Sie während der Operation wach sind. Keine Sorge, sie spüren keinerlei Schmerzen während des Eingriffs. Sie werden im Vorfeld in einem Gespräch mit einem Narkosearzt über das Verfahren aufgeklärt und können hier Ihre Fragen stellen.

Nach dem Kaiserschnitt können Sie Ihr Kind auch im Arm halten und gleich stillen.