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Das Schulkind

Der Schuleintritt stellt für Kinder und ihre Eltern wohl das wichtigste und einschneidenste Ereignis der späten Kindheit (fünftes bis zehntes Lebensjahr) dar. Ab jetzt ändert sich nicht nur der gemeinsame Tagesablauf, sondern auch die Lebenswelt des Kindes erweitert sich rasant.
Jetzt gibt es viel mehr Regeln, die den Tagesablauf Ihres Kindes bestimmen. Es beginnt mit einem festeren Zeitrahmen von Tätigkeiten wie Aufstehen und Zubettgehen, Mahlzeiten einnehmen, Wege zurücklegen, mit anderen zusammen sein oder alleine arbeiten, spielen, Stillsitzen oder körperlicher Bewegung. Gleichzeitig wird die Zeit für freies Spiel und Träumen immer geringer.
Erstmals werden an das Kind große Anforderungen gestellt, Leistung ist gefragt und damit wachsen sowohl der äußere als auch der innere Druck. Das Schulkind muss jetzt erst einmal seinen Platz im Schulalltag finden.

Viele Eltern stellen sich angesichts der körperlichen, geistigen und seelischen Entwicklung ihres Kindes die Frage, ob es denn überhaupt schon schulfähig sei oder ob man es nicht besser noch ein Jahr vom Schulbesuch zurückstellen sollte. Früher orientierte man sich stärker als heute an der körperlichen Entwicklung eines Kindes. Diese gilt heute nur als eines unter den Kriterien für die Schulfähigkeit. Bei der Entscheidung, ob ein Kind letztendlich noch vom Schulbesuch zurückgestellt wird oder nicht, stehen vor allem geistige und soziale Fähigkeiten im Vordergrund.

Gleichzeitig erfolgt mit Schuleintritt eine weitere Etappe der notwendigen, schrittweisen Loslösung des Kindes von seinen Eltern. Das Kind gestaltet seine Lebenswelt zunehmend autonomer, erobert sich immer größere Freiräume. Es steht weniger unter der Kontrolle seiner Eltern.

Nach der Grundschulzeit, die in der Regel vier Jahre dauert, wird Ihr Kind auf eine weiterführende Schule übertreten. Diese wichtige Entscheidung der weiteren Schullaufbahn treffen die Eltern gemeinsam mit dem Kind, den Lehrern der Grundschule und der weiterführenden Schule. Zu diesem Zeitpunkt setzt dann auch bald die Pubertät ein, in der die Loslösung vom Elternhaus fortgesetzt und schließlich vollendet wird.

Sie können Ihr Kind während seiner Schulzeit unterstützen, indem Sie sein Selbstvertrauen stärken, seine Fähigkeiten fördern, ihm helfen, mit Rückschlägen umzugehen, Hilferufe bei Schulproblemen oder sonstigen Problemen rechtzeitig erkennen und auf seine körperliche und seelische Gesundheit achten.