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Wasserpfeifen

Das Rauchen einer orientalischen Tabakpfeife, bei uns Wasserpfeife oder auch Shisha genannt, ist bei einigen Jugendlichen sehr beliebt: In trauter Runde daheim, bei Freunden oder auch in einer Kneipe, in der das Rauchen einer Shisha angeboten wird. Das Exotische, Abenteuerliche dieser Form des Tabakkonsum macht die Shisha so beliebt.

Mein Kind raucht Wasserpfeife, wie gehe ich damit um?
Welche rechtlichen Regelungen gelten für Wasserpfeifen und Jugendliche?
Was wird verwendet – traditioneller Tabak, Wasserpfeifentabak, aromatisierte Kräuter?
Wasserpfeife: Eine harmlose Alternative zur Zigarette?
Wie funktioniert eine Wasserpfeife, wie wird sie gebraucht?
Woher kommen die Wasserpfeifen?

Mein Kind raucht Wasserpfeife, wie gehe ich damit um?

Die erste Reaktion bei Ihnen ist vielleicht ein Erschrecken, wenn Sie hören, dass Ihr Kind Wasserpfeife raucht. Sofort tauchen Fragen auf, mit welchen gesundheitlichen Risiken das verbunden ist, ob Ihr Kind davon abhängig werden kann oder Ähnliches. In erster Linie ist es wichtig, dass Sie sich Informationen holen. Sprechen Sie dann mit Ihrem Kind, klären Sie es über die Gefahren und gesundheitlichen Risiken, die das Rauchen von Wasserpfeifen mit sich bringt, auf. Je besser Sie selbst Bescheid wissen, umso eher können Sie mit Ihrem Kind im Gespräch bleiben. Dagegen würde ein Verbot, wie auch beim Rauchen von Zigaretten, nur zu Heimlichkeiten führen.

Weitere Informationen zur Shisha können Sie zum Beispiel über das Internet bekommen. Möchten Sie lieber eine persönliche Beratung, bekommen Sie diese auch in einer Erziehungsberatungsstelle.

Was kann zum Aufhören motivieren?

Welche rechtlichen Regelungen gelten für Wasserpfeifen und Jugendliche?

Das Jugendschutzgesetz regelt generell die Abgabe von Tabakwaren und das Rauchen in der Öffentlichkeit in Bezug auf Minderjährige: So ist es nicht erlaubt, Tabakwaren - also auch aromatisierten Tabak - an Minderjährige abzugeben.

Das Rauchen in der Öffentlichkeit hingegen ist generell erst ab 18 Jahren erlaubt. Auch der Konsum von E-Shishas, egal ob die verwendeten Liquids Nikotin enthalten oder nicht, ist für Minderjährige verboten. Sowohl die E-Shishas selbst als auch die dazu gehördenen Liquids dürfen an Kinder und Jugendliche nicht abgegeben werden.

Zum Schutz vor Passivrauchen gibt es ebenfalls Regelungen: So sieht das Gesundheitsschutzgesetz zum Beispiel ein Rauchverbot in Gaststätten, Freizeiteinrichtungen, Sportstätten und Heimen vor.

Was wird verwendet - traditioneller Tabak, Wasserpfeifentabak, aromatisierte Kräuter?

Der Wasserpfeifenkonsument benutzt in den meisten Fällen aromatisierten Tabak. Dieser unterscheidet sich vom traditionellen Tabak dadurch, dass ihm Früchte, Fruchtessenzen oder Sirupe zugesetzt wurden. Diese weit verbreitet genutzten Tabake weisen eine erheblich geringere Menge an Nikotin auf als traditionelle Tabake.

Eine Wasserpfeife kann und wird auch mit aromatisierten Kräutern geraucht, die kein Nikotin enthalten. Unterschiedliche Geschmacksrichtungen wie Apfel, Orange etc. sind erhältlich.

Wasserpfeife: Eine harmlose Alternative zur Zigarette?

Die steigende Beliebtheit der Shisha auch bei den Jugendlichen in Deutschland hat zwangsläufig Fragen nach den gesundheitlichen Risiken und der Suchtgefährdung aufgeworfen.

Studien zufolge ist der Gebrauch von Wasserpfeifen - wenn Tabakprodukte geraucht werden - kaum weniger schädlich als der Konsum von Zigaretten. Vergleichbar ist auch die Suchtgefahr. Schließlich wird auch bei der Nutzung von Wasserpfeifen Nikotin aufgenommen. Nikotin aber birgt die bekannten Gefahren für die Gesundheit in sich. Es ist auch verantwortlich für die Suchtwirkung. Beim Rauchen tabakfreier Produkte in der Wasserpfeife fehlt zwar der Wirkstoff Nikotin. Allerdings ist zu bedenken, dass sich Kinder und Jugendliche an den Vorgang des Rauchens auch bei nikotinfreien Produkten gewöhnen. Es besteht die Gefahr, dass später auf Tabakprodukte umgestiegen wird.

Besonders problematisch bei Shishas ist zudem, dass über deren Rauch mehr Teer und Kohlenmonoxid aufgenommen wird als über den Rauch filterloser Zigaretten. Krebsauslösende Substanzen wie Arsen, Chrom und Nickel wurden in zum Teil hohen Mengen im Rauch von Wasserpfeifen nachgewiesen. Die Konzentration dieser Stoffe im Wasserpfeifentabak kann sehr unterschiedlich sein, je nachdem, ob traditioneller oder aromatisierter Shishatabak verwendet wird. Zudem darf der Faktor der Geselligkeit bei der Wasserpfeife nicht außer Acht gelassen werden. Die psychischen Gefahren des Rauchens für Minderjährige werden also durch die Benutzung der Shishas noch verstärkt.

Wie funktioniert eine Wasserpfeife, wie wird sie gebraucht?

Eine Wasserpfeife besteht aus einem mit Wasser gefüllten Glasgefäß; darüber befindet sich ein Tongefäß für den Tabak, eine Rauchsäule mit Ventil und ein Schlauch mit Mundstück. Über dem mit Tabak gefüllten Tongefäß liegt ein Metallsieb oder eine durchlöcherte Alufolie. Auf das Sieb bzw. die Folie wird glühende Holzkohle gelegt. Beim Saugen am Schlauch wird der entstehende Rauch durch den Wasserbehälter gesogen. Er gelangt so in den Mund des Rauchers.

Wird traditioneller Tabak verwendet, wird die Holzkohle direkt auf den angefeuchteten Tabak gelegt. Sie trägt auch - u. a. durch zusätzliche Schadstoffe - zur Zusammensetzung des Rauches bei. Der Tabak in einer Shisha wird bei niedrigeren Temperaturen erhitzt bzw. verschwelt. Der Tabak einer Zigarette wird im Gegenteil dazu direkt verbrannt.

Woher kommen die Wasserpfeifen?

In weiten Teilen der Welt wird Wasserpfeife geraucht, vorwiegend in Afrika, Asien und einigen mediterranen Ländern. Je nach Herkunftsland heißt sie Shisha, Boory, Narghile, Arghile, Hookha, Goza oder Hubble-Bubble.