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Alkopops

Alkopops sind Mixgetränke, die auf der Basis von Limonade oder Saft hergestellt werden. Sie schmecken meist süß und spritzig, enthalten aber auch viel Alkohol (im Schnitt ca. 5,5 % Vol., was etwa zwei Schnäpsen entspricht). Sie werden unter Namen wie Bacardi Breezer, Rigo, Smirnoff ICE, Puschkin Vide Ice in optisch attraktiv gestalteten 0,3l-Flaschen vermarktet. Jugendliche trinken sie gerne, weil sie ein jugendspezifisches Image haben und von Erwachsenen nicht getrunken werden. Sie schmecken deutlich besser als andere alkoholische Getränke, die oft bitter oder scharf sind. Aus diesem Grund trinken auch viele Mädchen Alkopops. Alkopops haben sich zum Kultgetränk entwickelt.

Die Abgabe von Alkopops ist nur an Erwachsene erlaubt. Auf der Flasche muss deshalb ein deutlicher Warnhinweis angebracht sein, dass dieses Getränk nicht an Personen unter 18 Jahren verkauft werden darf.

Alkopops haben leider ein hippes, und trendiges Image und werden deshalb trotz des Abgabeverbotes bereits von zwölf bis 15-Jährigen entsprechend stark konsumiert.

Wie können Eltern auf diese Gefährdung reagieren?
Wo gibt es Alkopops zu kaufen?
Was kann ich tun, wenn gegen das Abgabeverbot von Alkopops verstoßen wird?

Wie können Eltern auf diese Gefährdung reagieren?

Zunächst sollten Sie das Gespräch mit Ohrem Kind suchen und ihm deutlich machen, dass diese Getränke nicht so harmlos sind, wie sie auf den ersten Blick erscheinen. Die Jungen und insbesondere die Mädchen wissen meist nicht, welche Mengen an Alkohol diese Getränke enthalten und welche Risiken mit dem Konsum von Alkopops verbunden sind. Alkopops können ein leichter Einstieg in den regelhaften Konsum von Alkohol sein. Eine 14-Jährige mit 48 kg Körpergewicht hat beispielsweise nach zwei Alkopops bereits 0,9 Promille im Blut. Vor allem die schleichende Gewöhnung an hochprozentigen Alkohol ist problematisch.

Durch erhöhte Steuern auf dieses Mixgetränk hat die Bundesregierung versucht, den Preis dieser Produkte zu erhöhen und somit den Konsum dieser Getränke für Kinder und Jugendliche unattraktiv zu machen. Eltern können diese Maßnahme unterstützen, indem sie ihre Kinder auf die erheblichen Kosten des Konsums von Alkopops aufmerksam machen. Jungen geben im Jahr durchschnittlich 500 € für Alkohol aus, Mädchen 360 €. Diskutieren Sie mit Ihrem Kind sinnvollere Alternativen im Umgang mit Geld. Anreize wie zum Beispiel ein Kurzurlaub oder eine größere Anschaffung können durchaus zum Sparen beim Kauf von Alkohol führen.

Im Gespräch mit Jugendlichen kann es hilfreich sein, auf andere negative Aspekte des Konsums von Alkopops zu verweisen. Zum einen sind diese Drinks wirkliche Dickmacher, da sie pro Flasche etwa 150 Kalorien - das ist soviel wie eine Bratwurst - enthalten. Dieses Argument wirkt besonders bei Mädchen. Daneben ist die Kombination aus Zucker und Säuren besonders schädlich für den Zahnschmelz. Die Zähne werden anfälliger für Heißes, Kaltes, Süßes und Saures. Dies ist nicht besonders angenehm und schafft zusätzliche Angriffsflächen für Karies.

Eltern muss bewusst sein, dass sie immer, also auch beim Konsum von alkoholischen Getränken Vorbild für ihre Kinder sind.

"Harte" alkoholische Produkte wie Schnaps und Alkopops sollten für Kinder und Jugendliche tabu sein. Andere alkoholische Getränke wie zum Beispiel Bier dürfen Jugendliche ab 16 Jahren ohne elterliche Begleitung konsumieren. Ein vernünftiger Umgang mit diesen Produkten muss aber erst erlernt werden. Folgende Tipps könnten es Jugendlichen erleichtern, verantwortungsvoll mit alkoholischen Produkten umzugehen:

  • nicht auf nüchternen Magen trinken, - den Abend mit alkoholfreien Getränken starten
  • zwischendurch immer wieder Wasser oder Saft trinken.

Achtung: Auf keinen Fall Alkohol mit Medikamenten (oder gar Drogen) kombinieren, dies kann lebensgefährlich sein.

Wo gibt es Alkopops zu kaufen?

Es gibt diese Produkte fast überall. Sie werden in Supermärkten und Lebensmittelgeschäften ebenso angeboten wie an Tankstellen, Kiosken und Billigketten wie Aldi oder Lidl.

Was kann ich tun, wenn gegen das Abgabeverbot von Alkopops verstoßen wird?

Wenn Sie in Erfahrung bringen, wo ihr Sohn oder ihre Tochter Alkopops gekauft haben oder wie die Getränke in ihren Besitz gelangt sind, sollten Sie unbedingt reagieren. Sie können so dazu beitragen, den Zugang zu Alkopops zu beschränken oder zumindest zu erschweren. Falls ihr minderjähriges Kind das Getränk selbst erworben hat, informieren Sie bitte das zuständige Jugendamt oder auch jede Polizeidienststelle. Diese Stellen werden dann geeignete Maßnahmen ergreifen, um zukünftig Gesetzesverstöße dieser Art zu unterbinden.