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Die körperliche Entwicklung
 

Das Baby wird nun langsam zum Kleinkind. Der Körper streckt sich. Der Kopf wächst im Verhältnis zum Körper nicht mehr so schnell, die Speckfalten und Fettpolster verschwinden. Auch der Knochenbau wird dem Erwachsenen ähnlicher. Vor allem die Arme wachsen schnell. Die Füße bleiben noch klein.

Zu Beginn des dritten Lebensjahres sollten die Fontanellen geschlossen sein. Groß- und Kleinhirn bilden sich heraus: Das Kind macht enorme Fortschritte in Körperbeherrschung und Lernen. Im vierten Lebensjahr ist das Gehirnwachstum weitgehend abgeschlossen. Es folgt eine deutliche Zunahme geistiger Leistungen, vor allem des Gedächtnisses. Insgesamt ist der Organismus belastbarer. Herz und Lunge wachsen.

Um das zweite Lebensjahr stoßen die Backen- und Eckzähne durch. Die Reihenfolge, in der die Zähne erscheinen, ist anlagebedingt. Insgesamt wird das Kind 20 Milchzähne bekommen. Bei Durchbruch der Backenzähne leiden die Kinder oft unter Ess- und Schlafstörungen. Sie sind insgesamt leichter erregbar.

Durch ständiges Probieren und Untersuchen der Dinge, die es umgeben, bildet das Kind eine feinere Motorik heraus. Das Zusammenspiel von Auge und Hand wird genauer. Die Geschicklichkeit der Hände verbessert sich deutlich. Das Kind kann mit Werkzeugen und Instrumenten wie Besteck oder Schere umgehen. Seine Bewegungen werden gezielter und bewusster. Wurde noch vor einigen Monaten mit dem Stift gekritzelt, können nun einzelne Striche gezogen werden. Ein beliebtes Spiel in diesem Alter ist die Kiste, in die passende Holzklötze in entsprechende Löcher gesteckt werden. Höchst interessant ist nun auch das Auseinandernehmen von Dingen. Die linke und die rechte Hand können abwechselnd hantieren. Das Kind kann seinen Körper besser in Ruhestellung bewahren und Bewegungen gezielter ausführen. Das Auffädeln von Perlen, das Umblättern von Buchseiten ist kein Problem mehr. Jungen und Mädchen sind übrigens gleich geschickt.

Motorik und geistige Leistungsfähigkeit stehen in engem Zusammenhang. Deckel auf- und zuschrauben, Lichtschalter ein- und ausknipsen... Einfach alles ist interessant und möchte unbedingt untersucht werden. Die Wissbegier und Freude am Probieren sind schier unerschöpflich. Mit dauerndem Versuchen und Probieren entwickelt das Kind eine wachsende Unabhängigkeit und Sicherheit.

Es möchte alles selbst machen: An- und Ausziehen, Knöpfe auf- und zuknöpfen... In dieser Zeit müssen die Eltern einige Geduld aufbringen. Nicht jeder Versuch klappt sofort. Nicht immer ist genug Zeit, um das Zuknöpfen der Jacke zu probieren.

Gerade in dieser Phase brauchen die Kinder ausreichend Zeit, um ihre Fähigkeiten zu verfeinern. Mit Hetze und Drängen ist aller Forschungsdrang dahin. Die Eltern profitieren letztendlich von der fortschreitenden Selbstständigkeit der Kinder.