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Körperpflege / Hygiene

Bei Kindern ist es besonders wichtig, auf eine angemessene Körperpflege bzw. Hygiene zu achten. Denn gerade der kindliche Körper ist sehr empfindlich. Im Folgenden finden Sie daher nützliche Tipps rund um das Thema Körperpflege / Hygiene, unabhängig davon, in welchem Alter sich Ihr Kind befindet. Manche Fragestellungen zur Körperpflege / Hygiene sind aber nur in einer oder mehrerer Entwicklungsphasen Ihres Kindes relevant; diese finden Sie daher unter dem jeweiligen Kapitel. Das gilt für das erste Lebensjahr, bis zum Kindergartenalter bzw. Schuleintritt, als Schulkind und in der Pubertät.

Was muss ich bei der Körperpflege meines Kindes beachten?
Wie kann ich gegen das Vermehren von Bakterien und Viren vorgehen?
Wie werden Hände richtig gewaschen?
Wann ist die Reinigung der Hände besonders wichtig?
Welche Hygienemaßnahmen muss ich im Haushalt beachten?
Wie oft sollte man lüften?

Was muss ich bei der Körperpflege meines Kindes beachten?

Die feine Haut Ihres Kindes braucht besondere Pflege, die Zähne müssen regelmäßig geputzt werden. Grundsätzlich gilt für die Körperpflege: Leiten Sie Ihr Liebling so früh wie möglich an, sich selbst zu waschen. Das fördert nicht nur die Selbständigkeit, sondern hilft Ihrem Kind auch zu spüren und die Motorik zu entwickeln. Zudem wird das gesunde Verhältnis zum eigenen Körper gefördert.

Wie in so vielen anderen Dingen sind es die Eltern, von denen das Kind die wesentlichen Dinge lernt. Im Alltag beobachtet es das Verhalten der Eltern und richtet sich danach. Wie oft werden die Zähne geputzt? Wer wäscht sich die Hände vor dem Essen?

Immer schön adrett und sauber? Nein, man muss nichts übertreiben. Aber ein Mindestmaß an Körperpflege ist für die Gesundheit und das Wohlbefinden des Kindes wichtig.

Wie kann ich gegen das Vermehren von Bakterien und Viren vorgehen?

  • Anhusten und Anniesen vermeiden.
  • Nicht in die Hände husten oder niesen.
  • Auf Händeschütteln verzichten.
  • Hände vom Gesicht fernhalten.
  • Einmaltaschentücher verwenden und anschließend umgehend entsorgen.

Wie werden Hände richtig gewaschen?

Eines der wirkungsvollsten Mittel, um es den Viren und Bakterien schwer zu machen, ist das regelmäßige Händewaschen. Gewöhnen Sie es Ihrem Kleinen von Anfang an, und seien Sie wie immer auch hier ein gutes Vorbild. Das Risiko, dass z.B. der ein Grippevirus von einem Menschen auf den anderen übertragen wird, sinkt hierdurch um ein Vielfaches.

  • Es genügen normale Seife und ca. 15 – 25 Sekunden Zeit.
  • Die Hände unter fließendem Wasser anfeuchten und anschließend mit Seife gründlich reinigen.
  • Auch Handrücken, Daumen, Nagelbett und den Bereich zwischen den Fingern mit einbeziehen.
  • Abschließend die Hände mit einem sauberen und trockenen Handtuch abtrocknen.

Wann ist die Reinigung der Hände besonders wichtig?

  • nachdem Sie von draußen heimgekehrt sind,
  • nach dem Naseputzen,
  • nach dem Kontakt mit Tieren,
  • nach dem Toilettengang,
  • bevor Sie Essen zubereiten,
  • bevor Sie speisen,
  • bevor Sie Ihr Kind füttern,
  • bevor Sie Ihrem Kind ein Medikament verabreichen.

Welche Hygienemaßnahmen muss ich im Haushalt beachten?

  • Waschen Sie Unter- und Bettwäsche sowie Handtücher bei 60 Grad.
  • Putzen Sie regelmäßig Toilette und Waschbecken.
  • Reinigen Sie gründlich alle Gegenstände, die mit Stuhl oder Erbrochenem in Berührung gekommen sind und verwenden Sie hierbei möglichst Gummihandschuhe und Einwegputztücher.

Übertreiben Sie es jedoch auch nicht mit der Reinlichkeit. Denn ist es in Ihrer Umgebung zu sauber, entstehen wiederum wunderbare Orte für besonders hartnäckige Viren und Bakterien. Vor allem kleine Kinder müssen sich mit üblichen Erregern auseinandersetzen, um ein starkes Immunsystem entwickeln zu können. Auf Desinfektionsmittel und desinfinzierende Seifen und Waschmittel können Sie also in der Regel verzichten. Auch eine spezielle Reinigung von Geschirr ist nicht erforderlich.

Wie oft sollte man lüften?

Durch regelmäßiges Stoßlüften (3 - 4 mal täglich) kann die virushaltige Luft ausgetauscht oder zumindest reduziert werden. Vor allem kann auf diesem Weg die Ansteckung durch Infektionen, wie beispielsweise dem grippalen Infekt, die über die Luft übertragen werden, erfolgreich vermindert werden. Wichtig beim Stoßlüften ist, dass Sie die Heizung vorher runterdrehen, und alle Fenster je nach Jahreszeit ca. 10 Minuten öffnen. Sollte Ihr Kind krank sein, achten Sie darauf, dass es keiner Zugluft ausgesetzt und vor allem wohlig warm eingepackt ist.