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Die klassische Familie

Familie als Lebensform unterliegt einer steten Veränderung, die ihren Grund in dem immer währenden Wandel von Ansprüchen an das Leben und seine Werte hat. Trotz allem überwiegt nach wie vor die klassische Art des familiären Zusammenlebens, das heißt Eltern, die verheiratet sind, gemeinsame Kinder haben und mit ihnen in einem Haushalt leben.

So leben laut Familienreport Bayern im Jahr 2017 74,9% der unter 18-jährigen Kindern/Jugendlichen in Bayern bei Ehepaar-Familien, 17,7% der unter 18-jährigen Kinder/Jugendlichen in Bayern leben bei Alleinerziehenden und 7,7% der unter 18-jährigen Kinder/Jugendlichen in Bayern wachsen in nichtehelichen Lebensgemeinschaften auf.

Unabhängig davon, um welche Art der familiären Lebensform es sich handelt, führen bestimmte Umstände zu steten Veränderungen innerhalb jeder einzelnen Familie.

Das Familienleben ist weitgehend von der Entwicklung des Kindes geprägt. Je nach Alter des Nachwuchses sind die Eltern vor andere Anforderungen gestellt, die ihre Zeit und ihre Energie unterschiedlich beanspruchen. Ein Kleinkind braucht zum Beispiel von seinen Eltern eine andere, auch zeitintensivere Aufmerksamkeit als ein volljähriger Sprössling. Das hat Einfluss auf das Maß an Freizeit, das den Erwachsenen zur Verfügung steht. Das wiederum verändert zum Beispiel das Zusammenleben in einer Familie.

Jedes weitere Kind, Krankheit oder Tod eines Familienmitglieds ziehen unberechenbare Folgen nach sich, die in jedem Fall das Gesicht einer Familie verändern.

Der klassischen Familie, die auf Solidarität, Stabilität, Langfristigkeit und Zuverlässigkeit angewiesen ist, steht heute ein Arbeitsleben gegenüber, das durch Kurzfristigkeit, Mobilität, Unverbindlichkeit, Flexibilität und Veränderung gekennzeichnet ist. Das macht es nicht einfach, den Alltag so zu gestalten, dass das Familienleben so in ihn eingebunden ist, dass es in seiner klassischen Form erhalten bleiben kann.

Die klassische Familie – eine zeitgemäße Lebensform?

Trotz aller Wandlungen innerhalb der Gesellschaft, die auch Einfluss auf die Familienstruktur haben, ist die klassissche Familie die am stärksten gelebte Familienform in Bayern.

Sie wird auch heute noch als eine der möglichen Familienformen angestrebt, mit der Wärme und Geborgenheit, Solidarität und Zuverlässigkeit verbunden werden. Denn immer noch heiraten junge Leute – und das sind nicht wenige – mit dem Ziel, Kinder zu bekommen, um mit ihnen "unter einem Dach" zu leben.

So hat – neben einer Reihe anderer familiärer Lebensformen, die mehr und mehr anerkannt und als moderne Art des Zusammenlebens ihre Berechtigung haben – auch die klassische Familie stets ihren Platz. Keineswegs ist sie zu einem Auslaufmodell geworden.