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Freizeit und Erholung

Bei Freizeit und Erholung denken die meisten Menschen an eine Unterbrechung des Alltags, die sie für die Belastungen in anderen Lebensbereichen entschädigen soll. In der Freizeit wollen sie Tätigkeiten nachgehen, Erfahrungen und Erlebnisse sammeln, für die der Alltag keinen Raum lässt, um schließlich gestärkt in ihn zurückzukehren.

Die Gestaltung der freien Zeit ist ein wichtiger Bestandteil des Familienlebens. Gelingt sie, kann sie es bereichern und die Eltern-Kind-Beziehung vertiefen. Schöne Kindergeburtstage, harmonische Weihnachtsfeste, gemeinsame Familienausflüge, Vorlesestunden am Abend, gemütliche Bastelnachmittage, Reisen mit der ganzen Familie - wer denkt nicht auch später noch gerne daran zurück?

Die Bedürfnisse und Erwartungen an die Freizeit sind bei den verschiedenen Familienmitgliedern häufig unterschiedlich. Nicht immer passen sie zusammen. Oft ist eine Zufriedenheit für alle nur herzustellen, wenn jeder bereit ist zurückzustecken. So möchte sich der berufstätige Elternteil sicher anders erholen als der, der zu Hause Haushalt und Kinder versorgt, während der Sprössling wiederum etwas ganz anderes erwartet.

Kinder möchten in erster Linie, dass Eltern Zeit für sie haben. In einer entspannten, ruhigen Atmosphäre mit ihnen zusammen etwas erleben, was allen Freude macht - das schafft Nähe und gibt den Kindern ein Gefühl der Geborgenheit, das für ihre Entwicklung unerlässlich ist.

Der jüngere Nachwuchs wünscht sich, dass die Erwachsenen gemeinsam mit ihm Schwimmen gehen, Rad fahren, Spiele spielen oder auch etwas erzählen. Das Schulkind geht zwar bereits weg von zu Hause. Es besucht Freunde, bleibt vielleicht sogar über Nacht bei ihnen, es geht in die Jugend- oder in eine Sportgruppe. Und trotzdem möchte es auch einen Teil seiner Freizeit mit den Eltern verbringen. Ein Familienausflug am Wochenende, den Drachen zusammen mit dem Vater steigen lassen, Feste in der Familie feiern - es bieten sich noch genügend Gelegenheiten, Freizeit mit der Familie zu erleben.

Jugendliche schließlich haben meist sehr genaue Vorstellungen von der Gestaltung ihrer freien Zeit. Sie wenden sich weit mehr nach außen als jüngere Kinder. Treffen und Unternehmungen mit Freunden nehmen einen großen Raum ein. Die Begegnung mit ihnen kann jetzt wichtiger werden als das Zusammensein mit den Eltern. In den Urlaub fahren sie lieber mit Gleichaltrigen als mit der Familie. Da werden gemeinsame Familienunternehmungen weniger, kürzer und anders sein als früher. Die Jugendliche geht mit ihrer Mutter Kleidung kaufen, sie trifft sich mit ihrem Vater in der Stadt zu einem Café-Besuch. Aber ein gemeinsames Mittagessen in der Familie wissen auch Jugendliche zu schätzen, danach muss allerdings wieder Zeit für die Freunde sein.

Für jedes Familienmitglied bedeutet Freizeit und Erholung hin und wieder auch, freie Zeit für sich allein zu haben. Eltern möchten auch einmal ohne Nachwuchs ins Kino gehen, einen Ausflug machen, Freunde besuchen. Die Mutter möchte sich mit Bekannten treffen, der Vater in Ruhe an seinem Computer basteln. Das Kind braucht nach der Schule erst einmal einen Gang durch den Park oder es möchte allein in seinem Zimmer herumtrödeln, ohne irgendetwas tun zu müssen. Erholung heißt manchmal für Eltern und Kind, von dem jeweils anderen nicht gestört zu werden. Das geht umso besser, je sicherer man weiß, dass man auch wieder füreinander Zeit hat.